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Tattoo nach Körperstelle
Oberarm-Tattoo — Breslau
Der Oberarm ist ein Zylinder, und diese eine Eigenschaft erklärt die meisten Entscheidungen, die wir hier treffen. Das Motiv lässt sich aus keinem einzelnen Blickwinkel ganz sehen — immer zeigt sich ein Ausschnitt, der Rest verschwindet hinter der Krümmung. Ein Entwurf, der das nicht berücksichtigt, sieht auf der Skizze gut aus und am Körper mittelmäßig.
Das Zweite ist die Bedeckbarkeit von 4 von 5. Ein kurzer Ärmel verdeckt den Oberarm fast vollständig, Sie können hier also eine große, ausdrucksstarke Arbeit tragen und sie trotzdem nur dann zeigen, wenn Sie es wollen. Die Verbindung aus ordentlicher Fläche und niedrigem Schmerz, 3 von 10, macht den Oberarm zum häufigsten Startpunkt eines Sleeves — und zum häufigsten zweiten Tattoo überhaupt.
- 3/10
- Schmerz
- 14–28 Tage
- Heilung
- 9% der Arbeiten
- Nachstech-Quote
- 2–5 Std.
- Typische Sitzung
Das erste Nachstechen nach der Abheilung ist im Preis enthalten.
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Unsere Arbeiten: Oberarm
01Anatomie
Der Deltamuskel, also ein Polster über dem Knochen
- hoch
- Hautdicke
- sehr niedrig
- Knochennähe
- niedrig
- Nervenenden
Die Knochennähe bewerten wir am Oberarm mit 1 von 5 — dem niedrigsten Wert, gemeinsam mit dem Oberschenkel. Der Oberarmknochen liegt tief unter Delta- und Bizepsmuskel, die Nadel arbeitet also nie über hartem Untergrund. Deshalb ist die Empfindung hier trotz beachtlicher Fläche so ruhig.
Die Haut hat eine Dicke von 4 von 5, ähnlich wie am Unterarm, verteilt sich aber anders. Der äußere Teil des Oberarms, über dem Deltamuskel, ist am nachsichtigsten: dick, gleichmäßig, gut durchblutet. Dort geht alles hinein.
Die Innenseite des Oberarms ist eine völlig andere Sache, und wir behandeln sie wie eine eigene Stelle. Die Haut ist dort dünn und blass, darunter verläuft ein Geflecht aus Nerven und Gefäßen, und die Empfindung kann deutlich schärfer sein als an der Außenseite desselben Arms. Dafür ist es eine der besten Stellen für feines, helles Detail — der Kontrast ist dort am reinsten.
Die dritte Zone ist die Gegend der Achsel und der Übergang zur Rumpfflanke. Die Haut ist dort beweglich und weich und legt sich bei erhobenem Arm völlig anders als bei hängendem. Motive, die so weit hinaufreichen, entwerfen wir immer mit dem Arm in natürlicher Haltung, nicht nach oben gestreckt.
02Schmerz
Drei von zehn — mild, aber nicht überall gleich
- 3/10
- Schmerz
- sehr niedrig
- Knochennähe
- niedrig
- Nervenenden
Der Oberarm bekommt 3 von 10, genauso viel wie der Unterarm, wenn auch aus einem anderen Grund. Am Unterarm entscheidet dicke Haut bei mäßiger Zahl an Nerven. Am Oberarm entscheidet vor allem der Muskel: Die Gewebeschicht zwischen Nadel und Knochen schluckt Vibrationen, die an Rippen oder Ellenbogen nicht zu vermeiden sind.
Die Empfindung an der Außenseite beschreiben die meisten Menschen als mild und monoton — bei längerer Sitzung eher ermüdend als schmerzhaft. Das ist eine gute Nachricht bei Arbeiten über mehrere Stunden, denn es gibt hier keinen Moment, in dem man die Zähne zusammenbeißen muss.
Deutlich schwieriger sind zwei Abschnitte. Die Innenseite des Oberarms, wo die Haut dünner wird und die Nerven flacher verlaufen. Und die Gegend der Achsel, eine der empfindlichsten Stellen der ganzen Extremität. Reicht der Entwurf dorthin, sagen wir es vor der Sitzung und planen diese Partie für den Moment, in dem Sie am meisten Geduld haben.
Eine Sitzung dauert hier meist zwei bis fünf Stunden. Bei umlaufenden Arbeiten über den ganzen Oberarm teilen wir sie häufiger, doch der Grund ist die Bequemlichkeit der Haltung, nicht der Schmerz — der Arm muss zwischendurch gedreht werden, und nach einigen Stunden ermüdet das ruhige Halten mehr als die Nadel selbst.
03Komposition
Ein Entwurf in der Drehung, nicht in der Fläche
- umlaufend
- Motivführung
- nein
- Bewegungszone
Das ist der wichtigste Abschnitt dieser Seite. Der Oberarm läuft rundherum, in einem Moment sieht man also höchstens die Hälfte des Motivs — beim gewöhnlichen Blick von der Seite deutlich weniger. Die Komposition muss deshalb in jeder Drehung funktionieren und nicht in einer einzigen „richtigen" Stellung.
In der Praxis heißt das drei Dinge. Erstens sollte das Motiv keinen einzelnen Mittelpunkt haben, denn dieser Punkt wäre nur von einer Seite sichtbar. Zweitens braucht es Kontinuität — spiralig geführte oder um den Arm laufende Motive lesen sich aus jedem Winkel gut. Drittens braucht es geplante „Nähte", also Stellen, an denen das Motiv hinter die Krümmung tritt; fallen sie zufällig, wirkt die Arbeit abgeschnitten.
Deshalb setzen wir die Schablone am Oberarm anders als irgendwo sonst: Wir legen sie in Etappen an, drehen den Arm dabei und prüfen vor dem Beginn aus vier Richtungen. Dieser Schritt dauert länger als an ebenen Stellen und ist gut investierte Zeit.
Eine eigene Entscheidung betrifft die untere Grenze. Der Oberarm endet am Ellenbogen, und der Ellenbogen ist eine natürliche Zäsur — eine Arbeit, die knapp darüber endet, wirkt fertig; eine, die auf das Gelenk übergreift, verlangt bereits eine bewusste Entscheidung über die Fortsetzung auf den Unterarm. Das legen wir in der Entwurfsphase fest, denn später heißt es die Komposition umarbeiten und nicht ein Element ergänzen.

04Heilung
Zwei bis vier Wochen ohne größere Einschränkungen
- 14–28 Tage
- Heilung
- ~28 Tage
- Hauterneuerung
- sehr niedrig
- Reibung
Der Austausch der Epidermis braucht am Oberarm etwa 28 Tage, die vollständige Abheilung meist zwei bis vier Wochen. Die Reibung bewerten wir mit 1 von 5 — der Oberarm arbeitet nicht beim Greifen und scheuert an nichts dauerhaft.
Die Heilung verläuft ruhig und verlangt weniger Disziplin als an den meisten Stellen. Drei Dinge können allerdings stören, und alle drei sind vorhersehbar: der Shirtärmel, der genau auf der frischen Arbeit scheuert, der Riemen von Rucksack oder Tasche über dem Arm, und das Schlafen die ganze Nacht auf derselben Seite.
Bei Arbeiten, die bis zur Achsel reichen, kommen Schweiß und Haut-auf-Haut-Reibung beim Gehen hinzu — der einzige Abschnitt, der am Oberarm gelegentlich lästig wird.
- In der ersten Woche Shirts mit lockerem Ärmel, am besten solche, deren Saumkante nicht genau auf der frischen Arbeit liegt.
- Rucksack und Umhängetasche fallen für die Heilungszeit weg — der Riemen läuft meist über die am häufigsten tätowierte Partie.
- Reicht das Motiv bis zur Achsel, verzichten Sie dort bis zur vollständigen Abheilung auf Deodorant; Alkohol darin kann stark reizen.
- Oberkörpertraining kehrt nach etwa einer Woche zurück; früheres Anspannen des Muskels dehnt die frische Haut.
- Schlafen Sie die ersten Nächte auf der Gegenseite, wenn die Arbeit die Außenseite des Oberarms umfasst.
05Haltbarkeit
Neun Prozent Nachstechen und mittlere Sonne
- 9% der Arbeiten
- Nachstech-Quote
- mittel
- Sonneneinstrahlung
- niedrig
- Blowout-Risiko
Nachstechen betrifft am Oberarm etwa 9% der Arbeiten — ein sehr guter Wert, praktisch auf dem Niveau des Unterarms. Dazu tragen dicke Haut, fehlende Reibung und ein niedriges Blowout-Risiko (2 von 5) bei.
Die Sonnenbelastung liegt bei 3 von 5, also in der Mitte der Skala. Der Oberarm ist seltener entblößt als der Unterarm, denn jeder längere Ärmel verdeckt ihn, aber häufiger als Rücken oder Oberschenkel — ein T-Shirt gibt ihn den ganzen Sommer frei. In der Praxis heißt das: Sonnenschutz ist nötig, muss aber keine tägliche Gewohnheit sein wie am Unterarm.
Es gibt allerdings eine für den Oberarm typische Erscheinung, die man kennen sollte: Der obere, äußere Teil bräunt stärker als der Rest, weil er nach oben zeigt. Bei umlaufenden Arbeiten bedeutet das, dass die Oberseite nach einigen Jahren eine Spur blasser sein kann als die Unterseite desselben Motivs. Sonnenschutz auf den ganzen Oberarm, nicht nur auf den von vorn sichtbaren Teil, löst das vollständig.
Die Hautdehnung bewerten wir mit 3 von 5. Der Oberarm reagiert auf Muskelaufbau deutlicher als der Unterarm — bei starkem Zuwachs des Umfangs dehnt sich eine umlaufende Komposition gleichmäßig und sieht meist gut aus, doch Motive aus regelmäßiger Geometrie können an Genauigkeit verlieren.
06Risiken
Die Krümmung als Hauptquelle von Fehlern
- niedrig
- Blowout-Risiko
- mittel
- Hautdehnung
- hoch
- Hautdicke
Technisch ist der Oberarm eine sichere Stelle. Das Blowout-Risiko liegt bei 2 von 5, vor allem dank der dicken Haut über dem Muskel. Deutlich steigt es nur an der Innenseite, wo die Schicht dünner ist — und dort arbeiten wir langsamer.
Das echte Risiko an dieser Stelle ist kompositorisch und folgt unmittelbar aus der Krümmung. Ein flach entworfenes und dann auf den Oberarm „gelegtes" Motiv erfährt eine perspektivische Verkürzung: Elemente am Rand werden schmaler, Kreise werden zu Ellipsen, und gleiche Abstände sind nicht mehr gleich. Sichtbar wird das erst am Körper, nicht auf dem Ausdruck.
Deshalb hängt am Oberarm mehr als anderswo von der Anprobe ab. Wir korrigieren die Schablone vor Ort, manchmal mehrfach, und das ist ein normaler Teil der Arbeit und kein Zeichen, dass etwas schiefging. Wer mit einem anderswo fertig gezeichneten Entwurf kommt, braucht fast immer eine Anpassung an die Krümmung.
Das zweite Risiko betrifft den Ausbau. Der Oberarm ist sehr oft das erste Element eines Sleeves, wird aber ebenso oft als Ganzes abgeschlossen. Diese beiden Wege verlangen schon am Start unterschiedliche Entscheidungen — eine geschlossene Komposition mit klarem Rahmen lässt sich schwer erweitern, eine offene ohne Plan bleibt womöglich für immer offen. Wir fragen in der Beratung danach, denn es ist eine Frage nach den nächsten Jahren und nicht nach diesem einen Motiv.

07Stile
Techniken, die eine runde Fläche mögen
- hoch
- Hautdicke
- umlaufend
- Motivführung
Der Oberarm bewältigt praktisch jede Technik, doch manche nutzen seine Form und andere müssen gegen sie ankämpfen — und genau das ist das richtige Auswahlkriterium.
Am besten gelingen Motive mit durchlaufendem Verlauf: Ornamentik, Tribal-Muster, spiralig umlaufende botanische Kompositionen, streifenweise aufgebautes Blackwork. Allen ist gemeinsam, dass sie kein einzelnes „Vorn" haben und aus jedem Winkel gut aussehen. Neotraditionelle Motive mit klarer Kontur behaupten sich hier ebenfalls hervorragend, denn eine kräftige Linie verliert sich auf der Krümmung nicht.
Realismus und Porträts verlangen mehr Bedacht. Machbar sind sie, und sie gelingen gut, doch ein Gesicht oder eine Szene mit deutlicher Perspektive hat einen richtigen Blickpunkt — und am Oberarm ist dieser Punkt nur von einer Seite zu sehen. Bei solchen Projekten wählen wir entweder die ebene Außenseite und behandeln sie wie ein Panel, oder wir schlagen Oberschenkel oder Rücken vor.
Feine Fine-Line-Arbeit gelingt am besten an der Innenseite, wo helle Haut den Kontrast gibt. An der stärker gebräunten Außenseite verliert eine dünne helle Linie schneller an Sichtbarkeit — und das ist ein technisches Argument, kein ästhetisches.
08Alltag
Ein großes Tattoo, das unter dem Hemd verschwindet
- hoch
- Bedeckbarkeit
- mittel
- Sonneneinstrahlung
Die Bedeckbarkeit des Oberarms liegt bei 4 von 5, und das ist sein größter praktischer Vorteil. Ein kurzer Ärmel verdeckt ihn fast vollständig, ein langer ausnahmslos. In den meisten Berufen existiert ein Oberarm-Tattoo im Arbeitskontext schlicht nicht.
Damit ist der Oberarm eine Zwischenlösung zwischen dem Unterarm und den vollständig verborgenen Stellen. Sie können eine große, ausgebaute und ausdrucksstarke Arbeit tragen und zugleich entscheiden, wann sie sichtbar ist — dafür genügt ein Shirtwechsel, keine Planänderung.
Eines sollten Sie allerdings vor dem Entwurf prüfen: wo der Ärmel Ihrer Shirts endet. Die Grenze schwankt um einige Zentimeter, und wenn Ihnen an voller Bedeckung liegt, planen wir die Reichweite des Motivs unter genau diese Linie. Diese Korrektur dauert in der Skizzenphase ein paar Minuten, nach der Sitzung ist sie nicht mehr möglich.
Im Alltag verlangt eine abgeheilte Arbeit am Oberarm nichts außer Sonnenschutz im Sommer. Sie stört nicht beim Sport, scheuert an keinem Gerät und ändert keine Gewohnheiten.
09Erstes Tattoo
Das häufigste zweite Tattoo — und ein gutes erstes
- 3/10
- Schmerz
- 9% der Arbeiten
- Nachstech-Quote
- hoch
- Bedeckbarkeit
Der Oberarm ist eine gute Stelle für das erste Tattoo und eine sehr häufige Wahl für das zweite. Schmerz 3 von 10, Nachstechen bei 9% der Arbeiten, eine ruhige Heilung und volle Bedeckbarkeit ergeben einen Start ohne jeden Risikofaktor.
Der Unterschied zum Unterarm ist fein, aber real, und man sollte ihn vor der Entscheidung kennen. Den Unterarm sehen Sie ständig, was in den ersten Wochen der Heilung sehr hilft und täglichen Kontakt mit dem Tattoo gibt. Den Oberarm betrachten Sie im Spiegel nicht gut — besonders seine Rückseite — die Erfahrung ist also weniger unmittelbar.
Dafür bietet der Oberarm mehr Fläche bei gleichem Schmerzniveau und verschwindet unter Kleidung, was der Unterarm nicht kann. Wenn Sie zwischen beiden schwanken, ist es meist die Wahl zwischen „ich will das täglich sehen" und „ich will das verbergen können".
Ein eigenes Szenario ist das erste Tattoo als Start von etwas Größerem. Denken Sie an einen Sleeve, ist der Beginn am Oberarm naturgemäß richtig — er ist das größte einzelne Modul und legt die Richtung des Ganzen fest. Dann ist die erste Sitzung kein Test, sondern ein Fundament, und so entwerfen wir sie auch.

10Nachbarstellen
Der Oberarm als mittlerer Abschnitt des Arms
- hoch
- Bedeckbarkeit
- 9% der Arbeiten
- Nachstech-Quote
Der Oberarm grenzt unmittelbar an Unterarm und Schulter und über die Schulter an Rücken und Brust. Damit ist er der am stärksten „verbundene" Abschnitt der ganzen Extremität — und deshalb wirken die hier getroffenen Entscheidungen weiter als irgendwo sonst.
Zum Unterarm liegt der Unterschied vor allem in der Sichtbarkeit. Schmerz und Hautdicke sind nahezu identisch, und das Nachstechen fällt ähnlich aus: 9% gegenüber 10%. Auseinander gehen zwei Dinge — die Bedeckbarkeit, 4 von 5 gegenüber 2 von 5, und die Form: Der Oberarm läuft rundherum, der Unterarm verläuft gerade. Dasselbe Motiv an beiden Stellen sind in der Praxis zwei verschiedene Projekte.
In Richtung Rücken ist der Übergang natürlich und häufig. Arbeiten, die von der Schulter auf das Schulterblatt übergehen, planen wir als eine Komposition, denn die Naht zwischen zwei getrennt entworfenen Tattoos sieht man immer, auch nach Jahren.
Wenn Sie an den ganzen Arm denken und nicht an ein einzelnes Motiv, lohnt es sich, mit dem Vergleich aller drei Abschnitte zugleich zu beginnen — sie unterscheiden sich stärker, als der gemeinsame Name nahelegt.
11Preis
Wie man etwas kalkuliert, das noch kein Ende hat
- 2–5 Std.
- Typische Sitzung
- 9% der Arbeiten
- Nachstech-Quote
Am Oberarm teilt sich die Kalkulation in zwei völlig verschiedene Szenarien, und es ist gut, gleich zu wissen, in welchem Sie sich befinden.
Szenario eins ist eine abgeschlossene Arbeit: ein konkretes Motiv mit festgelegten Grenzen. Dann ist die Kalkulation gewöhnlich, gestützt auf Fläche und Dichte des Details, und das Ganze passt meist in eine Sitzung von zwei bis fünf Stunden.
Szenario zwei ist das erste Modul eines Sleeves, und hier ist die Frage „was kostet ein Oberarm-Tattoo" im Grunde eine Frage nach etwas anderem. Wir kalkulieren dann die Etappe und nicht das Ganze, denn das Ganze hat noch keine Grenzen. Wir sagen aber offen, wie viele Sitzungen wir allein für den Oberarm erwarten und was real in diesen ersten Umfang fällt — damit die Entscheidung über die Fortsetzung mit Kenntnis des Maßstabs fällt und nicht im Nachhinein.
In beiden Varianten ist der eigene Entwurf inbegriffen, und am Oberarm umfasst er auch die Anprobe der Schablone auf der Krümmung, die mehr Zeit braucht als an ebenen Stellen. Die Kontrolle nach der Abheilung ist inbegriffen. Die Spanne nennen wir nach der kostenlosen Beratung, wenn wir wissen, welches Szenario Ihres ist.
Nachbarstellen
- UnterarmSchmerz und Haut fast identisch, Nachstechen 9% gegenüber 10% — auseinander gehen Bedeckbarkeit (4 von 5 gegenüber 2 von 5) und Form. Die Wahl zwischen beiden ist meist die Wahl zwischen „ich will das sehen" und „ich will das verbergen können".
- ArmDer Oberarm ist der mittlere der drei Armabschnitte und der häufigste Start eines Sleeves. Bei einem größeren Ganzen beginnen Sie mit dem Vergleich aller drei zugleich.
- RückenDer Übergang von der Schulter auf das Schulterblatt ist häufig und natürlich, muss aber als eine Komposition entworfen werden — die Naht zwischen getrennt gemachten Arbeiten sieht man noch nach Jahren.
Stile, die an dieser Stelle gut aussehen
Häufig gestellte Fragen
Wenig — auf der Skala von Parvata Tattoo bekommt der Oberarm 3 von 10, genauso viel wie der Unterarm, wenn auch aus anderem Grund. Hier entscheidet vor allem der Muskel: Die Knochennähe bewerten wir mit 1 auf einer fünfstufigen Skala, also am niedrigsten gemeinsam mit dem Oberschenkel, denn der Oberarmknochen liegt tief unter Delta- und Bizepsmuskel. Die Gewebeschicht schluckt Vibrationen, die an Rippen oder Ellenbogen nicht zu vermeiden sind. Die Empfindung an der Außenseite beschreiben die meisten Menschen als mild und eher monoton als schmerzhaft. Deutlich schwieriger sind zwei Abschnitte: die Innenseite, wo die Haut dünner wird und die Nerven flacher verlaufen, sowie die Gegend der Achsel. Reicht der Entwurf dorthin, sagen wir es an und planen diese Partie an den Anfang der Sitzung.
Entscheidend ist eines: Der Oberarm ist ein Zylinder, in einem Moment sieht man also höchstens die Hälfte des Motivs. Die Komposition muss in jeder Drehung funktionieren und nicht in einer einzigen richtigen Stellung. In der Praxis heißt das, dass das Motiv keinen einzelnen Mittelpunkt haben sollte, denn dieser wäre nur von einer Seite sichtbar; dass es Kontinuität braucht, spiralig oder umlaufend geführte Motive sich also am besten lesen; und dass es geplante Stellen braucht, an denen es hinter die Krümmung tritt. Fallen diese „Nähte" zufällig, wirkt die Arbeit abgeschnitten. Deshalb probieren wir bei Parvata Tattoo die Schablone am Oberarm in Etappen an, drehen den Arm dabei und prüfen das Motiv vor dem Beginn aus vier Richtungen. Dieser Schritt dauert länger als an ebenen Stellen.
Ja, und das ist sein größter praktischer Vorteil. Die Bedeckbarkeit des Oberarms bewertet Parvata Tattoo mit 4 auf einer fünfstufigen Skala — ein kurzer Ärmel verdeckt ihn fast vollständig, ein langer ausnahmslos. In den meisten Berufen existiert ein Oberarm-Tattoo im Arbeitskontext schlicht nicht. Damit ist diese Stelle eine Zwischenlösung: Sie können eine große, ausdrucksstarke Arbeit tragen und zugleich entscheiden, wann sie sichtbar ist, denn dafür genügt ein Shirtwechsel. Prüfen sollten Sie vor dem Entwurf nur, wo der Ärmel Ihrer Shirts endet — die Grenze schwankt um einige Zentimeter, und wenn Ihnen an voller Bedeckung liegt, planen wir die Reichweite des Motivs unter genau diese Linie. Nach der Sitzung ist das nicht mehr umkehrbar.
Zwei bis vier Wochen, und der Austausch der Epidermis braucht an dieser Stelle etwa 28 Tage. Die Heilung verläuft ruhig und verlangt weniger Disziplin als die meisten Lokalisierungen, denn die Reibung bewerten wir hier mit 1 auf einer fünfstufigen Skala — der Oberarm arbeitet nicht beim Greifen und scheuert an nichts dauerhaft. Stören können drei vorhersehbare Dinge: der Shirtärmel, dessen Kante genau auf der frischen Arbeit liegt, der Riemen von Rucksack oder Tasche über dem Arm und das Schlafen die ganze Nacht auf derselben Seite. Bei Motiven bis zur Achsel kommen Schweiß und Haut-auf-Haut-Reibung beim Gehen hinzu, ebenso Deodorant, auf das man dort bis zur vollständigen Abheilung verzichten sollte. Oberkörpertraining kehrt nach etwa einer Woche zurück.
Ja, und es ist der häufigste Start, den wir sehen. Der Oberarm ist das größte einzelne Modul des Arms, hat das niedrigste Schmerzniveau dieser Gegend und volle Bedeckbarkeit, die erste Sitzung ist also weder ein Belastbarkeitstest noch eine Entscheidung über Sichtbarkeit. Eine Frage stellen wir bei Parvata Tattoo allerdings immer vor der Skizze: Soll es eine abgeschlossene Arbeit werden oder der Anfang eines größeren Ganzen? Diese beiden Wege verlangen schon am Start unterschiedliche Entscheidungen — eine geschlossene Komposition mit klarem Rahmen lässt sich schwer erweitern, eine offene ohne Plan bleibt womöglich für immer offen. Gesondert legen wir die Grenze am Ellenbogen fest: Eine Arbeit, die knapp darüber endet, wirkt fertig; eine, die auf das Gelenk übergreift, verlangt eine bewusste Entscheidung über die Fortsetzung auf den Unterarm.
In mittlerem Maß. Die Sonnenbelastung bewerten wir am Oberarm mit 3 auf einer fünfstufigen Skala, also in der Mitte: Jeder längere Ärmel verdeckt ihn, aber ein T-Shirt gibt ihn den ganzen Sommer frei. Sonnenschutz ist also nötig, muss aber keine tägliche Gewohnheit sein wie am Unterarm, wo die Belastung bei 5 von 5 liegt. Es gibt allerdings eine für den Oberarm typische Erscheinung, die man kennen sollte: Der obere, äußere Teil bräunt stärker als der Rest, weil er nach oben zeigt. Bei umlaufenden Arbeiten heißt das, dass die Oberseite nach einigen Jahren eine Spur blasser sein kann als die Unterseite desselben Motivs. Sonnenschutz auf den ganzen Oberarm, nicht nur auf den von vorn sichtbaren Teil, löst das vollständig.
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